Für das beste Studium – mit einem geregelten Zugangsmanagement

Das Beste herausholen statt blockieren

Um die österreichischen Hochschulen steht es schlecht: Die chronische Unterfinanzierung, das Absinken in internationalen Rankings und der Platzmangel in zahlreichen Studienfächern sprechen für sich. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Studierenden, welche die sinkende Qualität in der Lehre zu spüren bekommen. Der Frust aufgrund des Platzmangels und der unverschuldeten längeren Studiendauer nimmt zu. Prüfungen, vor allem in der Eingangsphase vieler Studienrichtungen, dienen nicht mehr der Evaluierung von Wissen – sie sind zu Knock-Out-Verfahren verkommen.

Wir müssen jetzt handeln, um die Qualität im Studium zu sichern. Die geplante kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung würde endlich Studienplätze finanziell decken und die Aufteilung der Finanzen planbar machen. Ein geregeltes Zugangsmanagement, etwa in Form eines fairen Aufnahmetests, kann in überlaufenen Studienrichtungen als Steuerungselement dienen, die Qualität sichern und ein besseres Betreuungsverhältnis garantieren.

Seit Jahren schaut die Bundes-ÖH zu, wie Studierende in Hörsälen am Boden sitzen oder Lehrveranstaltungen nicht belegen können. Ohne ernstzunehmendes Konzept gegen eine kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung aufzutreten, ist schlichtweg eine Verhöhnung der Studierenden. Wir brauchen eine ÖH, die bei Verhandlungen mit der Bundesregierung das Beste für die Studierenden herausholt: Ausbau der Maturantenberatung, faire Aufnahmetests mit online frei zugänglichen Skripten. Das sind nur ein paar Punkte, für die sich die zukünftige ÖH-Exekutive bei den geplanten Gesetzesänderungen stark machen muss.

 Für ein österreichweites Studententicket

Für Studierende ist ein österreichweites Studententicket eine dringend notwendige finanzielle Entlastung. Vor allem Studierende, die nicht am Hochschulstandort wohnen oder kein regionales Studententicket am Studienstandort beziehen können, sind davon betroffen. Durch jahrelangen Einsatz der AktionsGemeinschaft hat es das österreichweite Studententicket in das Arbeitsübereinkommen der derzeitigen Bundesregierung geschafft. Ebenso forderte der Nationalrat schon im April 2015 die Regierung auf, mit Verkehrsverbünden in Gespräche zu treten, um Vorschläge für eine Weiterentwicklung des tariflichen Angebots im öffentlichen Verkehr für Studierende zu erarbeiten. Bis heute gibt es keine konkreten Ergebnisse. Die Verantwortung zur Umsetzung eines österreichweiten Studententickets wird zwischen Familien- und Verkehrsministerium hin- und hergeschoben.

Auf Druck der AktionsGemeinschaft hat die Bundes-ÖH 2016 eine Bürgerinitiative zur Einführung eines österreichweiten Studententickets eingebracht. Dieses erreichte 25.000 Unterschriften. Seitdem sind die Bemühungen der derzeitigen ÖH-Exekutive für ein österreichweites Studententicket eingeschlafen.

Eine ÖH mit der AktionsGemeinschaft in der Exekutive wird es dabei nicht belassen. Wir werden weiterhin für ein österreichweites Studententicket kämpfen und nicht müde werden, die Versprechen der Bundesregierung einzufordern.

 Die Interessen der Studierenden in den Mittelpunkt stellen

Keine Demo-Busse aus ÖH-Beiträgen!

Viele Studierende nehmen die ÖH nicht mehr ernst, weil sie sich immer mehr mit Gesellschaftspolitik beschäftigt und die Interessensvertretung für die Studierenden vernachlässigt. Für uns ist klar: Die Kompetenzen der ÖH sollten dort enden, wo sich die Interessen der Studierenden nicht von den Interessen der allgemeinen Bevölkerung unterscheiden.

Die AktionsGemeinschaft legt Wert auf ehrenamtliches und politisches Engagement. Es muss aber eine klare Trennung in der ÖH zwischen Gesellschaftspolitik und Studierendenpolitik gezogen werden. Die Anliegen der ÖH werden nicht mehr gehört, wenn diese Themen miteinander vermischt werden. Wahlempfehlungen und Demonstrationen wie bei der Bundespräsidentenwahl, die auch finanziell von der ÖH unterstützt wurden, brauchen wir Studierende nicht. Wir wissen selbst, wen wir wählen oder wofür wir uns einsetzen möchten. Wir brauchen ein starkes Sprachrohr und keinen Babysitter.
Mit der AktionsGemeinschaft in der ÖH-Exekutive werden die Interessen der Studierenden in den Mittelpunkt gestellt.