Wir als AktionsGemeinschaft (AG) sind seit 2007 die stimmenstärkste Studierendenfraktion innerhalb der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Wir treten ausschließlich für Themen ein, die für dich als Studierenden relevant sind. Unser derzeitiger Bundesobmann ist Andreas Jilly.

Vorstellung

Wir, die AktionsGemeinschaft (AG), sind Österreichs größte Studentenorganisation. Alle 2 Jahre stellen wir uns den ÖH-Wahlen, damit wir DICH auf allen Ebenen des Universitätslebens bestens vertreten können. Dies ist auch der große Unterschied zu den anderen Fraktionen: Es  ist uns ein großes Anliegen, dir mit unserem Service und der Vertretung deiner Interessen weiterzuhelfen und unsere Energie nicht an ideologischen Grabenkämpfen zu verschwenden. Mit unserem Wissen und unserer Erfahrungen definieren wir den Begriff der Studentenvertretung stetig neu und wirken an guten Lösungen mit. Obwohl wir durchaus dem bürgerlichen Lager zuzurechnen sind, gehören wir keiner Partei an, um authentisch Studentenpolitik betreiben zu können.

Unsere Geschichte

Die AktionsGemeinschaft ging Anfang der 1980er-Jahre aus der Fusion der Österreichischen Studentenunion (ÖSU) mit dem Studentenforum und dem Forum Innsbruck (beides Abspaltungen der ÖSU) hervor. Die ÖSU war ursprünglich ein Wahlbündnis verschiedener christlich-konservativer Verbände gewesen. Der damalige Wissenschaftssprecher Heinrich Neisser versuchte den Dialog zwischen den einzelnen Abspaltungen der ÖSU zu fördern. Und nach einer horrenden Wahlniederlage der ÖSU 1981 (sie erreichte lediglich 23,2% - das entspricht einem Minus von 15,1% zu vorangegangen Wahl) gründete die ÖSU gemeinsam mit dem Studentenforum und dem Forum Innsbruck (beides Abspaltungen der ÖSU) die AktionsGemeinschaft. Lediglich die JES, welche durch eine weitere Abspaltung der ÖSU hervorging und sich als klar „rechts-konservativ“ positionierte, entschied sich gegen eine Wiedervereinigung unter neuem Namen. Wie sich herausstellen sollte, konnte die JES nur kurz nach Gründung der AG Erfolge verbuchen, denn in den 90er Jahren verlor die JES relativ schnell ihre Wähler (1999: 2%). Die AG konnte in den kommenden Jahren einen langsamen Zuwachs an Stimmen verbuchen und sich bundesweit als stärkste Studentenpartei durchsetzen (1993 erreichten sie 44,4%, ein Erfolg, der bis dato nicht mehr wiederholt werden konnte). Bei der Wahl 1995 musste die AG einen Verlust von cirka 6% verbuchen, was dazu führte, dass aufgrund einer „linken“ Koalitionsbildung das erste Mal nach 1946 kein Student aus der konservativen Mitte Vorsitzender der Bundesvertretung der ÖH wurde. Die damalige Koalition konnte jedoch nicht lange halten, sodass die AG 1997 wieder den Vorsitz inne hatte. Die Politik spielte der AG in den kommenden Jahren nicht in die Hände, ganz im Gegenteil. Mit der Einführung der Studiengebühren 2001 und infolge der schwarz-blauen Regierung musste die AG bei der nächsten Wahl herbe Verluste verzeichnen. Sie rutschten von knapp über 40% auf unter 30% herab, was zur Folge hatte, dass die GRAS die stimmenstärkste Partei wurde. In den darauffolgenden Jahren konnte die AG wieder Boden gut machen, da sowohl die GRAS als auch der VSStÖ einen Wählerrückgang zu verzeichnen hatten. Dennoch bildete sich abermals eine Koalition aus GRAS, VSStÖ und FLÖ, welche im Juni 2008 nach der Abwahl des damaligen Vorsitzenden Hartwig Brandls (FLÖ) zerfiel und in einer turbulenten Sitzung Samir al-Mobayyed zum neuen Vorsitzenden und Norbert Köck zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden.

Unsere Werte

Leistungsorientiert

Die Aktionsgemeinschaft bekennt sich zu einem positiven Leistungsbewusstsein. Leistung bedeutet für uns, das Bestreben des Einzelnen, persönlich gesetzte Ziele zu erreichen. Leistung liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen und ist somit unter gleichen Voraussetzungen selbst steuerbar. Wir erachten Leistung als unterstützenswertes Gut und treten daher für ihre Förderung sowohl in finanzieller, etwa in Form von Leistungsstipendien, als auch ideeller Hinsicht ein. Auf Grund dessen sollen besonders interessierte Studierende die Möglichkeit erhalten, sich über die geforderten Lehrziele hinaus wissenschaftlich und gesellschaftlich zu engagieren.

Sozial verantwortungsvoll

Soziale Verantwortung bedeutet für uns, aktiv dafür einzutreten, dass alle Studierenden unabhängig von materiellen, sozialen und emotionellen Faktoren, die Möglichkeit eines fairen, hürdenfreien Studiums haben. Die soziale Absicherung muss den individuellen Lebens- und Studienbedingungen angepasst werden und auf dem christlichen Prinzip des Gebens und Nehmens basieren. Dafür fordern wir entsprechende Mittel und Ressourcen und tragen dazu mit konkreter Hilfestellung durch kompetenten Service und engagiertem Einsatz bei.

Kritisch konstruktiv

Wir hinterfragen unser unipolitisches Umfeld und darauf einwirkende bildungspolitische Veränderungen kritisch mit dem Ziel eines barrierefreien Studiums. Dies setzt voraus, dass wir Probleme nicht unter den Teppich kehren, sondern aktuelle Herausforderungen thematisieren und anpacken. Es liegt in unserem Selbstverständnis, dass wir tolerant und respektvoll mit unseren Verhandlungspartnern umgehen, auch in schwierigen Situationen die Gesprächsbasis wahren, aber dennoch zielstrebig und mit Nachdruck an der Verwirklichung unserer Ideen arbeiten. Wir stehen für eine verantwortungsvolle ÖH mit konkreten Zielen, die den Studierenden gegenüber ehrliche und realisierbare Studierendenpolitik betreibt. Wir legen besonderen Wert darauf, dass die ÖH kritische, kontinuierliche und ergebnisorientierte studierendenbezogene Vertretungsarbeit leistet.

Europäisch

Die AktionsGemeinschaft bekennt sich zur Europäischen Idee und sieht in der Vereinigung Europas die Zukunft. Die Förderprogramme zur Steigerung der Mobilität innerhalb Europas wie Erasmus sind der richtige Weg um ein Zusammenwachsen der Kultur zu ermöglichen und damit durch Bildung einen zukunftsträchtigen Nährboden zu schaffen.

AKTION statt Reaktion

Die gute Idee braucht Willen zur Veränderung, Mut um Strukturen und alte Konzepte in Frage zu stellen, Bereitschaft zum unkonventionellen Querdenken und Kreativität. Realismus ist wichtig, darf aber kreativem Denken nicht im Wege stehen. Um eine Vision nachhaltig erfolgreich umsetzen zu können, müssen wir Ziele konsequent verfolgen, reflektiert überdenken, Kritik ernst nehmen und dynamisch adaptieren.

Nachhaltig visionär

Bildung ist für uns das höchste Gut. Es ist eine Ressource, die sich bei Gebrauch vermehrt, anstatt zu vermindern.  Nachhaltig-visionäres Denken soll als langfristig-strategische Überlegung im Gegensatz zu kurzfristig-taktischem Verhalten verstanden werden. Die AG versteht sich als visionäre Organisation, die wichtige Themen vorgibt, in denen die bildungspolitische Diskussion und der Student im Vordergrund stehen. Daher investieren wir viel mehr in die Ursachenbekämpfung, als uns mit reiner Symptombehandlung zufriedenzugeben.

Selbstbestimmt

Wir sind selbstbestimmte und weisungsfreie Gruppen - das bedeutet, dass wir die Themenschwerpunkte unserer Arbeit und unserer Positionen ausschließlich selbst definieren. Diese Verantwortung gegenüber uns und den Studierenden setzt sowohl politische als auch ideelle Unabhängigkeit voraus. Deshalb repräsentieren die Mitglieder der AktionsGemeinschaft ein breites Spektrum an Meinungen. Durch das Subsidiaritätsprinzip der AktionsGemeinschaft wird von Studenten und Hochschulgruppen auch ein möglichst großes Maß an Selbstbestimmung verlangt. Wir sehen daher offene Kommunikation, freie Meinungsbildung und darauf aufbauende demokratische Entscheidungsfindung als Herzstücke unseres Engagements.