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Katharina Gruber kandidiert bundesweit auf Platz 2 für die AktionsGemeinschaft. Die gebürtige Oberösterreicherin studiert Romanistik (Spanisch) und Rechtswissenschaften in Graz und ist dort als 1. stv. Vorsitzende der ÖH Uni Graz tätig.
„Ich habe in meiner Funktion in der ÖH Uni Graz sehen dürfen, was gute Studierendenvertretung leisten kann. Mein Ziel ist es, auch die Bundes-ÖH dazu zu bringen, ihr Potential auszuschöpfen”

Katharina im Interview:

Wie bist du zur zur AG gekommen?

Zur AG bin ich bereits im ersten Semester gekommen. Nachdem ich in der Schulzeit zwei Jahre Mitglied der Landesschülervertretung in Oberösterreich war, hatte ich eigentlich vor, mich an der Uni nur aufs Studium zu konzentrieren. Nach einigen Monaten merkte ich aber schnell, dass ich so ganz ohne Vertretungsarbeit nicht recht glücklich bin und hab mich bei der AG gemeldet, weil mir der Fokus auf studienbezogene Themen und der Einsatz für eine nachhaltige Hochschulfinanzierung wichtig war.

Wo hast du gemerkt, dass deine Arbeit einem Studenten geholfen hat?

Besonders heikel sind für mich immer die Anfragen von Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und dann eine kommissionelle Prüfung oder Probleme bei Anrechnungen haben oder vielleicht eine wichtige Frist übersehen. Einmal hatte ich ein Beratungsgespräch mit einer Studienkollegin, der kurz vor dem kommissionellen Antritt bei der letzten Prüfung ihres Studiums stand. Sie war unheimlich nervös und angespannt und brauchte weniger studienrechtliche Beratung als einfach jemanden, der ihr zuhört und ein bisschen den Stress nimmt. Als ich einige Tage später ein SMS mit „Alles geschafft, Studium gerettet – danke für’s da sein ☺“ bekam, habe ich mich echt gefreut.

Dein größtes Anliegen innerhalb der ÖH?

Die nachhaltige Finanzierung der Hochschulen. Es ist dringend notwendig, dass die Bundesregierung endlich die versprochenen 2% des BIP für den tertiären Bildungssektor zur Verfügung stellt, andernfalls wird die Qualität an unseren Hochschulen weiter sinken.
Jeder Studienplatz braucht eine „Qualitätsgarantie“, denn es ist naiv einen unbegrenzten Hochschulzugang für alle zu fordern, während die zum Studium Zugelassenen in ihren Lehrveranstaltungen am Boden sitzen müssen oder mehrere Semester verlieren, weil die Uni nicht ausreichend Kurs-/Laborplätze in manchen Fächern anbieten kann. Wir brauchen in Österreich die beste Bildung an unseren Hochschulen.

Wie ist dein Engagement vereinbar mit dem Studium?

Ideal, könnte gar nicht besser sein. (Hallo Mama und Papa, bitte jetzt bei der nächsten Frage weiterlesen) Nein, Spaß. Mir ist es zwar sehr wichtig, dass ich im Studium gut vorankomme, aber es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass alles glatt läuft. Es gibt manchmal Tage, da fühl ich mich überfordert mit dem Spagat zwischen Uni und ÖH und es hat auch schon die eine oder andere Lehrveranstaltung und Prüfung gegeben, die mir neben der Arbeit im ÖH-Vorsitz einfach zu viel wurde. Alles in allem bin ich aber zufrieden und an 9 von 10 Tagen komme ich mit der Doppel“belastung“ gut zurecht.

Was stört dich an der jetzigen Bundes-ÖH?

Die Realitätsverweigerung. Ich fühl mich als Studentin nicht vertreten, wenn laufend zu irgendwelchen Demonstrationen und Workshops ohne Hochschulbezug eingeladen wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass die ÖH im Rahmen der durch das Hochschülerschaftsgesetz geschaffenen Rechte und Pflichten unheimlich viel Potenzial hat, eine starke Vertretung aller Studierenden zu sein. Sie muss sich für gute Studienbedingungen und die langfristige Verbesserung unseres Hochschulstudiums einsetzen. Wer sich darüber hinaus gesellschaftspolitisch einsetzen möchte, kann und soll das gerne in Vereinen machen, aber nicht zu Leiden seriöser Hochschulpolitik.
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