31 Okt 2016
  • Was ist die AG und wofür steht sie?

    Die Akti­ons­Ge­mein­schaft ist eine Stu­den­ten­frak­ti­on und fühlt sich des­halb aus­schließ­li­ch der Arbeit für Stu­den­ten ver­pflich­tet. Wir set­zen uns für bes­se­re Stu­di­en­be­din­gun­gen ein und kon­zen­trie­ren uns auf Hoch­schul­po­li­tik -nicht auf Gesell­schafts­po­li­tik. Des Wei­te­ren ver­su­chen wir durch unse­re Viel­zahl an Mit­ar­bei­tern dei­ne uni­ver­si­tä­ren Pro­ble­me zu lösen und die Qua­li­tät der Uni noch wei­ter zu stei­gern. Wir sind kei­ne Vor­feld-Orga­ni­sa­ti­on einer Par­tei, son­dern set­zen uns aus Per­so­nen unter­schied­lichs­ter poli­ti­scher Mei­nun­gen zusam­men. Der Regen­bo­gen, der unser Logo ziert, unter­streicht dies. Daher sind wir – im Gegen­satz zu den par­teiideo­lo­gi­sch ver­blen­de­ten Frak­tio­nen – für Kon­sens und Nach­hal­tig­keit. Punc­to ÖH: Wir haben uns ganz bewusst dezen­tral orga­ni­siert, damit wir über­all vor Ort direkt auf die loka­len Bege­ben­hei­ten ein­ge­hen kön­nen. Bei­spie­le hier­für sind: Leis­tungs­ori­en­tier­te Zugangs­re­ge­lun­gen, Stu­den­tenti­ckets, Ände­run­gen der Cur­ri­cu­la, Pro­ble­me mit Anrech­nun­gen u.v.m.
  • Wie kann man Ein­fluss auf die Poli­tik aus­üben?

    Als Stu­den­ten­ver­tre­ter muss man vor allem durch kla­re und logi­sche Argu­men­ta­ti­on ver­su­chen die poli­ti­sch Ver­ant­wort­li­chen zur Ein­sicht zu bewe­gen. Gera­de im Bil­dungs­be­reich ist man auf Kom­pro­mis­se ange­wie­sen, die am Ver­hand­lungs­ti­sch und nicht auf der Stra­ße ent­ste­hen. Dabei ist uns die Erhal­tung guter Kon­tak­te zu Ent­schei­dungs­trä­gern aller poli­ti­schen Par­tei­en sehr wich­tig.
  • Betei­ligt ihr euch an Demons­tra­tio­nen?

    Demons­tra­tio­nen stel­len für uns das letz­te Mit­tel dar – wir inves­tie­ren unse­re Ener­gie zunächst in kon­struk­ti­ve Stu­den­ten­ver­tre­tungs­ar­beit, indem wir Vor­schlä­ge aus­ar­bei­ten und Gesprä­che füh­ren. Der leicht­fer­ti­ge Umgang mit die­sem demo­kra­ti­schen Mit­tel führt viel zu oft zu einer Ver­här­tung der Fron­ten anstatt zu einer sach­li­chen Lösung. Demons­tra­tio­nen zum rei­nen Selbst­zweck leh­nen wir ab.
  • Soll­ten wir die Bun­des­ver­tre­tung abschaf­fen?

    Nein! Auch eine Inter­es­sens­ver­tre­tung wird erst durch ihre Grö­ße mäch­tig. Klei­ne loka­le Ein­hei­ten fin­den nur wenig bis kein Gehör! Dadurch legi­ti­miert sich die ÖH Bun­des­ver­tre­tung. Doch lei­der erle­digt die amtie­ren­de Exe­ku­ti­ve der Bun­des­ver­tre­tung ihre Arbeit man­gel­haft. Dies ist vor allem auf deren gesell­schafts­po­li­ti­schen Fokus bzw. deren Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on des all­ge­mein-poli­ti­schen Man­dats zurück­zu­füh­ren.
  • War­um soll­te ich zur Wahl gehen? Was habe ich davon?

    Grund­sätz­li­ch ist in einer geleb­ten Demo­kra­tie die Stim­me eines jeden Ein­zel­nen ein wich­ti­ges Instru­ment! DU kann­st bestim­men in wel­che Rich­tung dei­ne ÖH arbei­tet. Soll sie das Geld lie­ber für kon­tra­pro­duk­ti­ve Pro­tes­te oder in kon­struk­ti­ve Bera­tungs­zen­tren und stu­di­en­be­zo­ge­ne Bro­schü­ren inves­tie­ren?
  • Was bringt die ÖH?

    Die ÖH, als dei­ne gesetz­li­che Ver­tre­tung, ver­tritt dich und dei­ne Inter­es­sen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen (Stu­di­en­ver­tre­tung – StV, Fakul­täts­ver­tre­tung – FV) und in ver­schie­de­nen Gre­mi­en (Hoch­schul­ver­tre­tung – HV, Cur­ri­cu­lar­kom­mis­sio­nen). –Des Wei­te­ren auch gegen­über Pro­fes­so­ren, der Uni und dem Minis­te­ri­um. Öster­reich­weit enga­gie­ren sich tau­sen­de Stu­den­ten ehren­amt­li­ch in der ÖH dafür, dass sich dei­ne Stu­di­en­be­din­gun­gen ver­bes­sern.
  • Was wür­det ihr mit dem ÖH-Bei­trag machen?

    Das Geld wird auf Bun­des-, Hoch­schul-, Fakul­täts- und Stu­di­en­ver­tre­tungs­ebe­ne nach gesetz­li­chen Schlüs­seln auf­ge­teilt. Was dann mit dem Geld pas­siert, liegt in der Hand der jewei­li­gen Stu­den­ten­ver­tre­ter. In AG-Ver­tre­tun­gen wer­den sie in die Ver­bes­se­rung der Stu­die­ren­den­in­fra­struk­tur, wie etwa Lern­be­rei­che oder Kopie­rer, für Zusatz­se­mi­na­re, für Ver­an­stal­tun­gen oder auch in sozi­al benach­tei­lig­te Stu­die­ren­de, inves­tiert. Zusätz­li­ch wird mit dem ÖH-Bei­trag davon noch dei­ne Haft­pflicht- und Unfall­ver­si­che­rung bezahlt, eine genia­le Leis­tung der ÖH gegen­über allen Stu­die­ren­den. Bei­spie­le für Aus­ga­ben der links­ex­tre­men ÖHs sind Bus­fahr­ten zu Demons­tra­tio­nen oder das Café Rosa.
  • War­um gibt es die ÖH-Pflicht­mit­glied­schaft; seid ihr dage­gen?

    Die Pflicht­mit­glied­schaft hat für den Stu­den­ten erheb­li­che Vor­tei­le, wie etwa eine Unfall- und Haft­pflicht­ver­si­che­rung und die stän­di­ge Gewiss­heit, dass die ÖH hand­lungs­fä­hig ist. Eine Abschaf­fung der Pflicht­mit­glied­schaft wür­de zu weni­ger Prä­senz, weni­ger Mit­ar­bei­tern und somit zu kei­ner Gewähr­leis­tung der Ver­tre­tung gegen­über Pro­fes­so­ren, der Uni­ver­si­tät und dem Minis­te­ri­um, füh­ren. Auf­fäl­lig ist, dass nur jene Frak­tio­nen die Abschaf­fung der Pflicht­mit­glied­schaft for­dern, die noch nie kon­struk­tiv in der ÖH mit­ge­ar­bei­tet haben.
  • Wie finan­ziert ihr euch?

    Jede AG-Grup­pe finan­ziert sich unter­schied­li­ch. Grund­sätz­li­ch gene­rie­ren wir den Groß­teil unse­rer Mit­tel durch Ver­an­stal­tun­gen, Stu­den­ten­fes­te, (Werbe-)Kooperationen, sowie durch unse­ren Alum­ni-Ver­ein. Die­ses Geld wird für euch Stu­den­ten ver­wen­det.
  • Wie steht ihr zum Cafe Rosa-Deba­kel?

    Bekannt­li­ch wur­den in die­ses, u.a. anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche, anti­kle­ri­ka­le und anti­he­te­ro­nor­ma­ti­ve, Lokal über €450.000 an Pflicht­bei­trä­gen von Stu­die­ren­den hin­ein­ge­steckt. An die­sem Bei­spiel wird sicht­bar, wie ver­ant­wor­tungs­los die aktu­el­le ÖH-Ver­tre­tung (GRAS, VSStÖ) mit dei­nem ÖH-Bei­trag umgeht. Mit dei­ner Stim­me für die Akti­ons­Ge­mein­schaft wer­den sol­che Pro­jek­te in Zukunft ver­hin­dert, denn wir inves­tie­ren in die Ver­bes­se­rung dei­ner Stu­di­en­be­din­gun­gen!
  • Wie funk­tio­niert die Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Frak­tio­nen?

    Grund­sätz­li­ch ste­hen bei uns Inhal­te und der Ein­satz für die Stu­den­ten, kei­ne Ideo­lo­gi­en im Vor­der­grund. Wir sind daher sehr ger­ne bereit, kon­struk­ti­ve Vor­schlä­ge ande­rer Frak­tio­nen zu unter­stüt­zen – wir schlie­ßen kei­ne ande­re Frak­ti­on per se aus. Lei­der spie­gelt sich die­se Ein­stel­lung bei den ande­ren Frak­tio­nen nicht wie­der.
  • War­um ver­an­stal­tet ihr so vie­le Stu­den­ten­fes­te?

    Wir wol­len auch abseits des Hör­saals mit euch in Kon­takt tre­ten, um in ent­spann­ter Atmo­sphä­re eure Pro­ble­me und Anlie­gen zu bespre­chen. Dar­über hin­aus för­dern sol­che Ver­an­stal­tun­gen auch das Ken­nen­ler­nen der Stu­den­ten unter­ein­an­der.
  • Wofür steht der Regen­bo­gen?

    Der Regen­bo­gen wur­de vor 30 Jah­ren ein­ge­führt um unse­re par­tei­po­li­ti­sche Unab­hän­gig­keit auf­zu­zei­gen. Er ist ein Sym­bol des Zusam­men­schlus­ses der unter­schied­lichs­ten poli­ti­schen Ver­tre­tun­gen zur größ­ten Stu­den­ten­frak­ti­on Öster­reichs.
  • Was ist eure Visi­on für eine gute ÖH bzw. was ver­än­dert sich dann?

    Wir wol­len das ÖH-Geld in infor­ma­ti­ve Bro­schü­ren, Bera­tungs­zen­tren und Ser­vices inves­tie­ren und nicht für Demons­tra­tio­nen, Hör­saal­be­set­zun­gen oder Cafe-Rosas ver­schwen­den.
  • Wie kann es sein, dass ver­schie­de­ne AG-Grup­pen ver­schie­de­ne Mei­nun­gen ver­tre­ten?

    Wir defi­nie­ren uns als Grup­pie­rung der unter­schied­lichs­ten Mei­nun­gen und Men­schen. Uns zeich­net kei­ne ideo­lo­gi­sche Kon­for­mi­tät aus. Daher kann es auch sein, dass unter­schied­li­che Grup­pen unter­schied­li­che Lösungs­an­sät­ze für Pro­ble­me haben. Schließ­li­ch unter­zie­hen wir kein Mit­glied einer Gehirn­wä­sche, son­dern för­dern eigen­stän­di­ges Den­ken und Han­deln. Durch unse­ren dezen­tra­len Auf­bau kön­nen wir vor Ort mehr errei­chen (Prü­fungs­an­trit­te, Anrech­nung von Prü­fun­gen etc.) und somit kann es auch sein, dass eine Uni­grup­pe gewis­se Punk­te anders sieht.
  • Wie steht ihr zum Gen­dern?

    Anstatt den Leser_in­nen­fluss* unnö­tig zu stö­ren und der/​die/​das Tex­t_in­nen­ver­ständ­nis* zu behin­dern, set­zen wir lie­ber auf ehr­li­che Maß­nah­m_in­nen* zur tat­säch­li­chen Gleich­be­rech­ti­gung der/​die/​das Geschlech­ter_in­nen*. Aus die­sem Grund gen­dern wir unse­re Bro­schü­ren und Info­ma­te­ria­li­en nicht!
  • War­um macht ihr kei­ne Gesell­schafts­po­li­tik?

    Die AG ist eine Stu­den­ten­frak­ti­on. Daher macht sie nur Stu­den­ten­po­li­tik. Es steht unse­ren Mit­glie­dern frei sich in poli­ti­schen oder sons­ti­gen Ver­ei­nen zu enga­gie­ren.
  • Wie steht ihr zur Auto­no­mie der Hoch­schu­len?

    Die Auto­no­mie der Hoch­schu­len ermög­licht eine bes­se­re Berück­sich­ti­gung von stand­ort­spe­zi­fi­schen Punk­ten. Dies erlaubt uns Stu­den­ten­ver­tre­tern unse­re Stand­punk­te in den Uni­ver­si­täts­se­na­ten dar­zu­le­gen und mit­zu­ver­han­deln. Außer­dem tut es der Hoch­schu­le gut, sich in Abstim­mung mit Wirt­schaft, Poli­tik und Stu­den­ten selbst­be­stimmt zu ent­wi­ckeln. Das Gan­ze hat auch den Vor­teil eines gewis­sen Wett­be­werbs der ein­zel­nen Uni­ver­si­tä­ten unter­ein­an­der zur Stei­ge­rung der Lehr­qua­li­tät zur Fol­ge.