Harmonisierung der Bewerbungs- und Zusagezeiträume

Die Bewerbungs- und Zusagezeiträume an österreichischen Fachhochschulen sind derzeit sehr unterschiedlich. Um hier Planungssicherheit für die Studierenden zu schaffen, müssen diese harmonisiert und zeitlich angepasst werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Studierenden ihren bevorzugten Studienplatz unmittelbar wahrnehmen können. Außerdem sollen die Einzahlungszeiträume der Studiengebühren so eingerichtet werden, dass Studierende Nichts einzahlen müssen, bevor sie nicht alle Zu- oder Absagen der Fachhochschulen haben.

Wiederholung von Lehrveranstaltungen statt Semesterverlust

Prüfungstermine an österreichischen Fachhochschulen müssen so gestaltet sein, dass nach einem nicht bestandenen letzten Prüfungsantritt der Studierende das Recht hat, sein Studium in den anderen Modulen fortzusetzen, und nicht das ganze Semester oder sogar Jahr wiederholen zu müssen. Studienjahrwiederholungen sollen in Zukunft auch von einem unabhängigen Gremium bewilligt werden.

Keine Ausbildungsverträge zu Lasten der Studierenden

Ausbildungsverträge sind nicht klar vorgegeben und haben dadurch für Studierende nachteilige Formen angenommen. Unabdingbar wäre eine klare Ziel- und Aufgabendefinition der Verträge, die kommissionell festgelegt wird, sodass die Rahmenverträge laut FHStG erfüllt werden.

Akkreditierungspflicht für Lehrgänge an Fachhochschulen

Akkreditierungsrichtlinien für FH-Studiengänge sollen verschärft werden. Nicht rechtskräftig beschlossene Studiengänge dürfen nicht gestartet werden. Des Weiteren soll auch deren Bewerbung und die Durchführung von Aufnahmeverfahren untersagt werden.

FHStG Präzisierung und Erweiterung

Das FHStG zeigt lediglich lose Rahmenbedingungen auf. Durch eine einheitliche Regelung im österreichischen Fachhochschulsektor sollen die Anforderungen im FHStG gefestigt werden. Dadurch kann eine ungleiche Behandlung an verschiedenen österreichischen Fachhochschulen ausgeschlossen werden.

Erleichterter Zugang zum Doktoratsstudium für FH-Absolventen an Universitäten

Nach einem abgeschlossenen Masterstudium an einer Fachhochschule soll der Zugang zum Doktorats- und PhD Studium erleichtert werden. Eventuelle Auflagen, die für eine Zulassung erforderlich sind, sollen transparent und nachvollziehbar sein. Weiterhin sollen die Universitäten selbst darüber entscheiden können, welche Studierenden für ein Doktorat bzw. PhD geeignet sind und dafür zugelassen werden. Ein gesondertes Promotionsrecht für Fachhochschulen lehnen wir ab.

Ausgliederung von Studiengängen von Universitäten auf Fachhochschulen

Es braucht eine durchdachte Strategie welche Studien auf Fachhochschulen und welche auf Universitäten angeboten werden und was der Zweck dieser Studien ist. Das Argument, dass bei einer Auslagerung auf Fachhochschulen mehr Kapazitäten auf den Universitäten entstehen, kann vor dem Hintergrund von zugangsbeschränkten FH-Studiengängen und sehr begrenzten Studienplätzen nicht gelten. Es ist unserer Meinung nach also nicht sinnvoll, vorgeschlagene Studiengänge wie zum Beispiel Jus, von Universitäten auf Fachhochschulen auszulagern.

Instanzenzug auf der Fachhochschule

Um die FH Studierenden anderen Studierenden gleichzustellen, sollte der Instanzenzug den Universitätsstandards angeglichen werden. Um einen gangbaren Weg zur Durchsetzung der Studierendenrechte zu ermöglichen, muss die letztinstanzliche Entscheidung durch den Verwaltungsgerichtshof erfolgen.

Auslandssemester als Wahlmöglichkeit

Im Sinne der Internationalisierung sollen die Studierenden die Möglichkeit zur Absolvierung eines Auslandssemesters haben. Jedoch sollen Studierende im Zuge ihres Studiums nicht dazu verpflichtet werden, wenn kein internationales oder bilinguales Studium vorliegt.