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Unser Forderungskatalog an die Bundesregierung betreffend des Coronavirus

Als AktionsGemeinschaft versuchen wir auf den Hochschulen, an denen wir an der ÖH-Exekutive beteiligt, lokale Lösungen, welche auf die direkten Anforderungen und Bedürfnisse der Studierenden angepasst sind, zu finden. Darüberhinaus benötigt es aber auch von Seiten der Bundesregierung, insbesondere des Bildungsministerium, Maßnahmen, um das Sommersemester 2020 trotz der derzeitigen Situation bestmöglich abschließen zu können.

Sowohl das Themen Familienbeihilfe und Sozialversicherung als auch Themen betreffend Drittstaatsangehöriger fallen grundsätzlich in die Kompetenzen anderer Ministerien, und nicht des Bildungsministeriums.
Es soll in unserem Forderungskatalog an das Bildungsministerium trotzdem angemerkt werden, dass auch die Regelungen des FLAG betreffend Leistungsnachweis, Bezugsdauer udgl. angepasst werden müssen. Des Weiteren ist sowohl die studentische Selbstversicherung als auch die studentische Mitversicherung an den Studienfortschritt geknüpft. In Hinblick auf die Behinderung in diesem Semester gilt es auch in diesem Bereich eine Sonderregelung für das SoSe 2020 zu finden.

Ebenso sind diverse Regelungen betreffend Aufenthaltstitel an Leistungsnachweise etc. gebunden. Auch diese müssen im Interesse der Studierenden geändert werden.

Soziales
● Kein Nachweis über den Studienfortschritts für das SoSe 2020* für den Bezug der Familienbeihilfe

● Kein Nachweis über den Studienfortschritts für das SoSe 2020* bei studentischer Selbst- und Mitversicherung

● Kein Nachweis über den Studienfortschritts für das SoSe 2020* betreffend Aufenthaltstitel von Drittstaatsangehörigen

● Kein Nachweis über den Studienfortschritts für das SoSe 2020* für den Bezug der Studienbeihilfe

● Möglichkeit, die Beurlaubung auch während des Semesters zu beenden um Leistungen erbringen zu können

● Befreiung vom Studienbeitrag für alle ordentlichen und außerordentlichen  Studierenden (ausgenommen Fachhochschulen, wenn für den Studierenden sichergestellt ist, dass in den betroffenen Semestern 30 ECTS trotz Corona erreicht werden können)

→ Grundsätzliches Problem bei Fristverlängerung für Leistungsnachweise ist, dass
es zu einem “Rückstau” bzw. Doppelbelastung für Studierende kommt, die im
Folgesemester ebenfalls einen Leistungsnachweis zu erbringen müssen!

* Bei Fachhochschulen für 2 Semester und nicht nur für das SoSe 2020 (wenn eine Jahreswiederholung und Jahresunterbrechung aufgrund von Corona stattfindet)

Fachhochschulen

● Bei Nachprüfungen des WiSe 2019 sowie des SoSe 2020 darf es zu keiner Reduktion von versprochenen Prüfungsantritten kommen.

● Eine Änderung der Prüfungsmodalitäten (zum Beispiel Änderung von Präsenzprüfung auf Online-Prüfung oder Ersatzseminararbeit) soll nur mit Zustimmung der Prüflinge stattfinden dürfen.
○ Wenn hier eine Lockerung stattfindet, sind der Willkür bei den Prüfungsmodalitäten Tür und Tor während des Semesters geöffnet, gegen die man sich aufgrund des Privatrechts beziehungsweise des fehlenden Instanzenzuges nicht wehren kann.
○ Sollte es zu einer Änderung beziehungsweise Aufweichung dieser Regelung im FHStG kommen, muss diese mit Ende des Semesters automatisch ablaufen.

● Eine verpflichtende Möglichkeit die Prüfungseinsicht digital vorzunehmen. Derzeit sieht das Gesetz nur eine Fotokopie vor Ort vor. Derzeit ist es auf einigen Fachhochschulen deshalb nicht möglich die eigenen Prüfungen und Bewertungen  einzusehen.

● Die Entscheidung, ob eine Studienjahrwiederholung genehmigt wird soll nicht mehr der Studiengangsleitung überlassen sein. Eine Studienjahrwiederholung gehört, gerade jetzt, als verpflichtendes Recht jedes FH-Studierenden. Gleichzeitig benötigt es für die Miliz, Zivildiener oder Personen in belasteten Branchen (u.a. berufsbegleitende Studierende im Lebensmittelvertrieb) die Möglichkeit einer mehrmaligen Studienjahrwiederholung.


Prüfungsrecht
● Keine verpflichtenden Lehrveranstaltungen oder zusätzliche verpflichtende Prüfungsantritte (FH) in der vorlesungsfreien Zeit

● Geblockt über 2-3 Monate (Juli, August, September)

● Mündliche Prüfungen mit digitalen Mitteln abhalten.
○ Problem: Ausschluss Öffentlichkeit
○ Transparenz & Fairness bei Benotungen muss trotzdem gewahrt bleiben

● Prüfungsmodalitäten für schriftliche Prüfungen überdenken:
○ Prüfungen aufteilen in kleinere Prüfungsmodule, die man durch verschiedene Aufgaben erledigen kann
○ Umwandlung in mündliche Prüfungen: mündliche Fallpräsentation oder Rechnungen oder Erklärung der jeweiligen Abläufe, die man bei einer schriftlichen Prüfung machen müsste

Sonstiges
● Möglichkeiten der Anrechnung eines besonderen Leistungsnachweises für Studierende, die in der COVID-19 Krise Hilfe leisten (u.a. Praktika im Gesundheitsdienst, Anrechnung des außerordentlichen Zivildienst als FH-Pflichtpraktikum sofern möglich!)

● Keine Kündigung von Studierenden, die auf den Universitäten und Fachhochschulen arbeiten!

● Öffnung der Online-Bibliotheksangebote der Universitäten (gerade kleine Universitäten und Fachhochschulen haben gerade ein Problem mit Literatur, da es zum Beispiel auf der WU Wien für externe Studierende keinen VPN Zugang gibt und hier der Zugang zu Papers, E-Books und Co. nur im Bibliotheks-WLAN möglich ist



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